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GGKA e.V.

Pressemitteilung

Das Jahr 2006 hat die Erwartungen übertroffen

Hamburg, 10.März 2007 Die Fachhändler für Gastronomie- und Großküchenausstattung konnten im Jahr 2006 den Gesamtumsatz um 13,1% (Vorjahr plus 6,9%) steigern. Wichtigstes Wachstumssegment war wiederum der Kundendienst, der mit plus 13,7% (Vorjahr plus 12,6%) abschnitt. Es lagen aber auch alle Produktbereiche über den Werten des Jahres 2006. Jeder fünfte Fachhändler rechnet auch in diesem Jahr mit deutlich steigenden Umsätzen, jeder zweite mit leicht steigenden Umsätzen.

Die besten Umsatzentwicklungen konnten mit plus 8,7% bei Küchen- und Serviergeräten und mit 7,9% bei Großgeräten und Einrichtungen registriert werden, ein Trend, der sich bereits in der Halbjahresumfrage 2006 klar abzeichnete.

Das Projektgeschäft hingegen hat im zweiten Halbjahr noch einmal angezogen. Während dieses Segment in den ersten sechs Monaten des Jahres 2006 um 7,6% anstieg, konnten für das Gesamtjahr sogar 8,4% Wachstum ermittelt werden.

Etwas flacher verliefen die Umsatzkurven bei Porzellan/Glas/Besteck mit plus 5,2% (Vorjahr plus 3,1%) und bei Maschinen und Kleingeräten ebenfalls mit 5,2% (Vorjahr plus 12,6%).

Die wichtigsten Einflussgrößen für diese Entwicklung sieht der Fachverband einerseits in der allgemeinen Konjunkturbelebung und andererseits vor dem Hintergrund der Mehrwertsteuererhöhung zum Jahreswechsel:

Insbesondere in der Gemeinschaftsverpflegung gibt es zahlreiche Betriebe, die der Umsatzsteuerpflicht nicht unterliegen, für die folglich die Mehrwertsteuer ein fester Kostenbestandteil ist. Hier liegt die Vermutung nahe, dass durch vorgezogene Investitionen der Kostenerhöhung ausgewichen werden sollte. Da in dieser Branche mit Nettopreisen gearbeitet wird, erhöhten sich am 1. Januar schlagartig die Bruttokosten durch die Steuererhöhung, eine Verlagerung der Preisanpassung, wie sie im Einzelhandel festzustellen war, gab es daher nicht.

Positive  Geschäftserwartung auch für 2007

Für das Jahr 2007 rechnet der Fachhandel mit gleich bleibenden und leicht steigenden Kosten, nachdem die Branche im Jahr 2006 mit zum Teil stark steigenden Kosten bei Energie und Edelstahllegierungen zu kämpfen hatte. Die Hälfte der Fachhändler rechnet mit leicht steigenden Verkaufspreisen, die andere mit einem sich stabilisierenden Preisniveau. Es wird damit gerechnet, dass die Einstandspreise stärker als die betrieblichen Kosten steigen, so dass eine Stärkung des Rohertrags kaum zu erwarten ist. Dies spiegelt sich auch in der Erwartung des Wettbewerbsdrucks wider:

Einzelne Unternehmer erwarten eine Entspannung, die Mehrheit rechnet mit einem Anstieg des Wettbewerbs.

Fachhandel steigert Wertschöpfung durch Stärkung des Kundendienstes

Die Zahl der in den GGKA-Fachbetrieben beschäftigten Personen hat die Schwelle von 2.000 Mitarbeitern überschritten. Der Anteil der Kundendienstmitarbeiter hat sich dabei deutlich von 20% auf 28% erhöht. 82% aller Mitarbeiter besetzen eine volle Stelle, 3% mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl geringfügig beschäftigter Personen liegt bei nur 3,8%. Die Ausbildungsquote, bezogen auf volle Stellen, ist leicht von 8,3% auf 7,3% gesunken, überraschender Weise im Bereich des Kundendienstes. Dies liegt möglicherweise daran, dass die Fachbetriebe nicht immer ein Profil haben, welches sich in der handwerklichen Ausbildungsordnung widerspiegelt.

Gleichwohl kann die Branche auf diese Ausbildungsquote stolz sein.  Wir können angesichts dieser Zahlen staatliche Maßnahmen zum Mindestlohn und der Bekämpfung der unbürokratischen 400-Euro-Jobs verstehen. Erklärt der Vorsitzende des Fachverbandes, Rudolf Lacher.

Der aktuell auf Basis des Jahres 2006 ermittelte Gesamtumsatz aller 53 Mitgliedsbetriebe des Fachverbandes, die einschließlich weiterer Niederlassungen an 56 Standorten in ganz Deutschland vertreten ist, beläuft sich auf 380 Mio. Euro. Die größte Umsatzbedeutung haben Küchenmaschinen und Großgeräte mit der Hälfte an den verkauften Gütern, gefolgt vom Kleininventar wie Geschirr, Gläser und Bestecke.

Elektro- und Elektronik-Altgeräte

Eine typische Lobbyaufgabe des Fachverbandes ist das Thema der Entsorgung von Altgeräten mit elektrischen und elektronischen Einbauteilen. Eine Reihe von Geräten sind als Dual Use-Geräte anzusehen; Obwohl für den Profi-Bereich konzipiert, sind diese gleichwohl auch in Privathaushalten im Einsatz, überwiegend sind es natürlich Steckergeräte. Für diese Geräte hat sich der Hersteller oder ersatzweise der Importeur an den Entsorgungssystemen zu beteiligen, was eine Registrierung im EAR, dem Altgeräteregister voraussetzt. Selbst wenn ein Hersteller nur ein einziges Gerät anbietet, dass abgabe- bzw. entsorgungspflichtig ist, muss sich das Unternehmen registrieren lassen.

Der Fachverband GGKA hat deshalb gemeinsam mit dem Einkaufsverband Pentagast 78 Unternehmen nach ihrer Registrierung gefragt. 25 von ihnen konnten oder wollten dazu keine Auskunft geben, von den übrigen waren 20 registriert. Weitere 16% haben auch aus Sicht des Fachhandels keine registrierungspflichtigen Geräte. Bei 27% der Lieferanten besteht dringender Klärungs- bzw. Handlungsbedarf. Dieses Thema ist für uns insofern von großer Bedeutung, als dass möglicherweise Fachhändler in die Entsorgungspflicht genommen werden könnten, wenn Lieferanten sich der Registrierungs- und Zahlungspflicht entziehen, erläutert Rudolf Lacher das stringente Vorgehen seines Verbandes.

Deshalb sind mehrere Händler bereits dazu übergegangen, eine Freistellungserklärung ihrer Lieferanten zu verlangen bzw. in den Einkaufsbedingungen festzuschreiben, dass Lieferanten den Handel von allen eventuellen Verpflichtungen dieser Art freizuhalten hat.

Wartungsverträge und Checklisten

Mehr Planungssicherheit, eine höhere Einsatzbereitschaft und weniger Ärger der Endkunden gibt ein Wartungsvertrag für solche Geräte, die der regelmäßigen Durchsicht und Kontrolle bedürfen. In der täglichen Praxis wird oft versäumt, den Kundendienst nicht erst im Reparaturfall zu rufen, sondern in regelmäßigen Abständen zur Inspektion, wie es bei Kraftfahrzeugen, Heizungs-, und Klima- und Aufzugssystemen eine Selbstverständlichkeit ist. Doch ein Wartungsvertrag ist nur die eine Seite des Themas. Die andere sind standardisierte Checklisten für die verschiedenen Gerätearten.

Denn schon bei einer Ausschreibung muss eine Leistung definiert sein, wenn die Kosten vergleichbar sein sollen. Die drei wichtigsten Vereinigungen  der Branche, auf Herstellerebene der Industrieverband Haus-, Heiz und  Küchentechnik (HKI), auf Handelsebene der Fachverband GGKA sowie die Pentagast-Genossenschaft arbeiten gemeinsam an der Erstellung von standardisierten Checklisten, die auch für die Arbeit der Fachplaner der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung von großer Bedeutung sind.

Uns geht es hier nicht um detaillierte Checklisten für einzelne Gerätetypen, wie sie von Herstellern ausgearbeitet werden, erläutert Rudolf Lacher, sondern um grundsätzliche und für definierte Produktgruppen typische Wartungsarbeiten. Es ist dem Fachverband bewusst, dass dahinter ein großer Aufwand steht, der gemeinsam zu leisten ist. Auf Dauer steht dahinter aber eine höhere Kundenzufriedenheit und mehr Fairness im Ausschreibungswesen, ganz im Sinne auch der Sichtweise Total Cost of Ownership, bestehend aus den Anschaffungs- und Unterhaltskosten eines Gerätes - über die gesamte Einsatzzeit betrachtet

Download der Pressemeldung und von Fotos: www.ggka.de

Kontakt:

Thomas Grothkopp, Geschäftsführer

Rudolf Lacher, Vorsitzender

Fachverband Gastronomie- und Großküchenausstattung e.V.

Frangenheimstraße 6, 50939 Köln

Tel: 0221/94083-30, Fax: 0221/94083-90

ggka@einzelhandel.de

13.03.2007, PresseInfo

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