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Nationale Strategie gegen Lebensmittelabfälle: United Against Waste ist für Umsetzung startklar

Das Bundeskabinett verabschiedete am 20. Februar die von der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner vorgelegte Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung. Damit ist das Ziel verbunden, bis zum Jahr 2030 Lebensmittelabfälle in Deutschland in allen Sektionen um die Hälfte zu reduzieren. "In Deutschland werfen wir jedes Jahr 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weg, das will ich ändern,“ so Klöckner zu Ihrer Strategie. Über diese Entscheidung freut sich Torsten von Borstel, Geschäftsführer United Against Waste e.V. (UAW). „Seit fünf Jahren hat unser Verein alle Weichen dafür gestellt, wir sind auf die Umsetzung der Strategie in der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) perfekt vorbereitet.“

Auftakt: Dialogforum zur Vermeidung von Vermeidung von Lebensmittelabfällen in der AHV
Zeitgleich mit der Kabinettbefassung startete das Dialogforum zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen in der AHV. Veranstaltet wird das Forum gemeinsam mit dem Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), dem WWF, der Uni Münster sowie UAW. Als erstes Gremium des Umsetzungsprozesses nimmt es seine Arbeit auf. Intention des Dialogforums: die Festlegung einheitlicher Methoden zur Erfassung und Analyse von Lebensmittelabfällen sowie entsprechender Reduzierungsmaßnahmen. Zudem sollen Zielmarken für verabredeter Zeiträume bis 2030 für den Außer-Haus-Markt festgelegt, Instrumente zur Evaluierung vereinbart sowie eine Dokumentation von Maßnahmen und erreichten Zielen durchgeführt werden.

Größtes Potenzial zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen
Fakt ist: Der Außer-Haus-Markt hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Laut von Borstel bietet er von allen Sektionen das größte Potenzial zur Reduzierung. „Eine Abfallmessung sorgt für Transparenz, Klarheit und ein verändertes Bewusstsein, daraus resultieren Maßnahmen zur Reduzierung. Wer Lebensmittelabfälle verringert, spart Geld und schont die Ressourcen.“ Dies zeigen auch die Ergebnisse der von UAW durchgeführten über 500 Abfallmessungen und -analysen in Kooperation mit den unterschiedlichsten Betrieben.
Im Rahmen des Dialogforums soll zunächst bis 2021 zusammen mit den Teilnehmern eine freiwillige Vereinbarung erarbeitet werden. Absicht sei es, so von Borstel weiter, vom Reden ins Handeln zu kommen. Dafür ist es zwingend erforderlich, dass alle am Prozess Beteiligten an einem Strang ziehen.
Dies gelingt jedoch nur, wenn die freiwillige Vereinbarung einfach, schnell und unbürokratisch umsetzbar ist.

UAW begleitet die Branche bei der Umsetzung
Neben dem onlinebasierten Abfall-Analyse-Tool, einem ganzheitlichen Waste-Management-System sowie einer praxiserprobten Schulung, hat der Verein gemeinsam mit seinen Mitgliedern das umfassende Aktionsprogramm 50% Reduce Food Waste initiiert. Hierzu gehören – neben einer deutschlandweiten Kampagne – aussagekräftige Abfallmessungen sowie die Entwicklung realisierbarer Schritte zur Reduzierung. Viele Maßnahmen gegen Lebensmittelabfälle erfordern nämlich nur geringe oder gar keine Investition und können unmittelbar in den Arbeitsablauf integriert werden. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und können jetzt mit unseren praxiserprobten Werkzeugen die Branche bei der Umsetzung der nationalen Strategie begleiten“, hebt von Borstel abschließend hervor.

 www.united-against-waste.de